Philipp Nuss: Eishockeyprofi und Student an der Hochschule Heilbronn

Von Redaktion, Fotos: HHN

Philipp Nuss studiert an der Hochschule Heilbronn (HHN) und spielt auf hohem Niveau Eishockey. Erste Profiminuten sammelte er bei den Bietigheim Steelers in der DEL2. In der kommenden Saison soll er für die Heilbronner Falken auflaufen. Im Interview mit der HHN erzählt er, was ihn am Sport fasziniert. Zudem berichtet er, wie ihm das Stipendium hilft.

Zuerst die linken Ausrüstungsteile. Danach als Erster aufs Eis, und vor jedem Drittel einmal das Gesicht waschen. Mit solchen Routinen bringt sich Philipp Nuss vor Spielen in den Wettkampfmodus. Dazu kommen feste Handschläge und Abläufe mit einem Teamkollegen, die immer gleich bleiben. Diese kleinen Gewohnheiten helfen ihm nach eigenen Worten, sich voll zu fokussieren.

Philipp Nuss: vom Probetraining zum Profidebüt

Mit Eishockey begann Nuss schon als kleiner Junge. Seine Eltern nahmen ihn damals zu einem Probetraining mit, und vom ersten Moment auf dem Eis an war er begeistert. Ihn packte die Mischung aus Geschwindigkeit, Teamgefühl und der besonderen Atmosphäre in der Eishalle. Bis heute faszinieren ihn zudem die Härte und das hohe individuelle Können im Eishockey. Denn man müsse ständig Entscheidungen in Sekundenbruchteilen treffen.

Seine sportliche Laufbahn führte ihn durch mehrere Stationen. So spielte er im U20-Team der Bietigheim Steelers in der Deutschen Nachwuchs Liga, der höchsten Spielklasse im Juniorenbereich. Außerdem verbrachte er ein Jahr an einem College in Kanada und ein Jahr im Sportinternat der Kölner Haie. Besonders stolz ist er auf sein Debüt bei den Profis der Steelers in der DEL2. Auf diesen Moment habe er lange hingearbeitet, sagt Nuss. Er habe ihm gezeigt, dass sich harte Arbeit auszahlt.

Sidney Crosby als Vorbild

Sein Vorbild ist Sidney Crosby, ein kanadischer Spieler aus der nordamerikanischen National Hockey League (NHL). Für Nuss ist Crosby ein kompletter Eishockeyspieler. Vor allem beeindruckt ihn, wie konstant der Kanadier über viele Jahre spielt. Außerdem bewundert er, wie professionell Crosby mit Druck umgeht.

Seine eigene Stärke sieht Nuss in der Spielübersicht. Er spiele gern den letzten Pass und freue sich über eine Vorlage genauso wie über ein eigenes Tor. Dabei sei es entscheidend, Situationen schnell zu erkennen und vorauszusehen, was als Nächstes passiert. Ebenso brauche man Ehrgeiz, Disziplin und Teamgeist.

Studium und Leistungssport an der Hochschule Heilbronn

Sein Alltag als Sportler ist dicht. Jeden Tag stehen Kraft- und Eistraining an, dazu kommen meist zwei Spiele pro Woche. Die Belastung sei hoch, sagt Nuss, aber der Rhythmus gebe Struktur. Deshalb spiele auch die Regeneration eine große Rolle. Und nach dem Training gibt es am liebsten Nudeln.

An der HHN studiert Nuss im Studiengang IBIS. Ihn überzeugte, dass der Studiengang international ausgerichtet ist und viele Möglichkeiten für die Zukunft eröffnet. Zudem passt der Standort zu seinen sportlichen Plänen in Heilbronn. »Besonders praktisch ist, dass der Bildungscampus und die Eishalle direkt nebeneinander liegen«, sagt er. So ließen sich Studium und Sport gut verbinden.

Hilfe durch das Stipendium

Wie wertvoll das Stipendium ist, merkte Nuss erst vor Kurzem. Weil er häufiger bei der Profimannschaft im Einsatz war, verpasste er einige Stunden mit Anwesenheitspflicht. Mit Jan Willner hatte er jedoch einen Ansprechpartner, der mit ihm eine Lösung erarbeitete. Das habe ihm viel Stress genommen, sagt Nuss.

Zwischen den Vorlesungen ist er am liebsten in den Glasräumen beim N-Gebäude. Dort sitze man gut mit Freunden zusammen, lerne oder überbrücke einfach die Zeit bis zur nächsten Veranstaltung.

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