Von Redaktion, Fotos: Joint Innovation Hub
Bei der ExperimentierMahlZeit (EMZ) des Joint Innovation Hub (JIH) ging es am 29. September auf dem Bildungscampus Heilbronn um Künstliche Intelligenz. Unter dem Titel »Die Zukunft der Organisation in der KI-Ära« diskutierten Fachleute aus Wissenschaft und Praxis, was Organisationen für eine erfolgreiche KI-Transformation brauchen. Der Tenor laut JIH: Erfolgreiche KI-Projekte benötigen weit mehr als die richtige Technologie.
»KI ist eine Organisationsaufgabe.« Unter diesem Leitgedanken eröffnete Prof. Dr. Johann Valentowitsch die Veranstaltung in der Aula des Bildungscampus. Er leitet am JIH das Team Innovation & Innovationsökosysteme. Erfolgreiche KI-Projekte, so seine Botschaft, bräuchten mehr als technologische Lösungen. Entscheidend seien passende Strukturen und klare Verantwortlichkeiten. Hinzu kämen geeignete Kompetenzen sowie eine Kultur, die Veränderungen aktiv unterstütze.
Drei Fragen für die ExperimentierMahlZeit
Generative KI sei längst in den Unternehmen angekommen, hieß es vorab in der Einladung des JIH. Zwischen Pilotprojekten und echter Wertschöpfung im operativen Alltag klaffe jedoch in vielen Organisationen noch eine Lücke. Daraus leiteten die Veranstalter drei Fragen ab. Wie gelingt der Sprung vom KI-Experiment zur nachhaltigen Innovation? Wie verändert KI die Art, wie Unternehmen innovieren? Und wie lässt sich KI menschenzentriert gestalten, damit sie Akzeptanz und Wirkung entfaltet?
Zur Diskussion kamen am frühen Nachmittag zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und dem regionalen Innovationsökosystem zusammen. Denn KI gilt zwar als Schlüsseltechnologie der Zukunft. Ihr erfolgreicher Einsatz hängt laut JIH jedoch nicht allein von leistungsfähigen Anwendungen ab.

Vom Pilotprojekt zur breiten Nutzung
Einen praxisnahen Blick auf den Einsatz von KI in Unternehmen lieferte anschließend Sascha Quell, Experte für AI & Automation. Er berichtete aus seinen Erfahrungen bei der Umsetzung von KI-Anwendungen. Außerdem zeigte er, welche Herausforderungen Unternehmen auf dem Weg von ersten Pilotprojekten hin zu einer breiten Nutzung bewältigen müssen.
Der Mensch als Erfolgsfaktor
Danach widmete sich Prof. Dr. Michael Burmester dem Konzept der Human-Centered AI. Er ist Professor für Human-centered Design an der Hochschule der Medien Stuttgart. Sein Fazit: Der langfristige Erfolg von KI hänge nicht allein von der Technologie ab. Vielmehr komme es darauf an, wie gut Menschen in die Gestaltung und Nutzung der Systeme eingebunden werden.
Zum Abschluss nutzten die Teilnehmenden das Get-together für Austausch und Vernetzung. Die Gespräche und die vielfältigen Perspektiven haben nach Angaben des JIH gezeigt, wie groß das Interesse an KI ist. Dabei gehe es um Chancen und Herausforderungen für Unternehmen, Organisationen und die Gesellschaft.