Green City Hackathon im OpenSpace: Drei Ideen für Heilbronn gehen ins Rathaus

Von Redaktion, Fotos: Arkadia

Über 120 Teilnehmende haben beim Green City Hackathon im OpenSpace Heilbronn mit Umweltdaten aus der Stadt gearbeitet. Ausgerichtet haben die zwei Hackathons die aim, Arkadia Heilbronn und re:edu, das Team von 42 Heilbronn half bei der Technik. Drei Projekte stellen ihre Konzepte jetzt der Stadt vor und werden sechs Monate lang begleitet.

Drei Tage, von der ersten Frage bis zum Prototyp: So knapp war der Zeitplan vom 27. bis 29. Oktober. In dieser Zeit analysierten, programmierten und bauten die Teams, unterstützt von Mentorinnen und Mentoren. Als Material dienten echte Klima- und Umweltdaten aus Heilbronn. Bürgerinnen und Bürger sowie Schülerinnen und Schüler hatten zuvor etwa die Hitzeentwicklung in der Stadt und die heimische Vogelwelt untersucht, so berichtet es L-TV. Laut aim ging es dabei auch um die Frage, wo Radwege holprig sind. Dazu kamen offene Datensätze, teils von der Stadt Heilbronn.

Laut Arkadia gab es zwei Altersgruppen, eine von 12 bis 15 Jahren und eine ab 16 Jahren. Für Energie zwischendurch sorgte ein Aktivierungstraining von Nico Lang von MOVEMENT. Das Team von 42 Heilbronn half bei der Technik und hielt die Tage laut Arkadia auch in Fotos fest.

Lego, Sensoren und eine CO2-Ampel

Die 12- bis 15-Jährigen bauten eine Smart City aus Lego-Steinen. Ihre Botschaft: Klimadaten sollen sichtbarer werden. Eine Gruppe konstruierte dafür eine kompakte Wetterstation aus Lego, die Luftfeuchte, Temperatur und Sonneneinstrahlung misst. Je nach Wetter zeigt sie eine Sonne oder Wolken an.

Andere bauten hingegen eine CO2-Ampel. Ist die Luftqualität schlecht, springt sie auf Rot, dann heißt es lüften. Außerdem entstand eine Station mit Feuchtigkeitssensor, an der ein trauriger Smiley meldet, dass eine Pflanze Durst hat. Die Sensoren programmierten die Kinder und Jugendlichen selbst, Schritt für Schritt und gemeinsam in der Gruppe. Im Vordergrund stand laut aim der Spaß am Entdecken, nicht ein fertiges Produkt.

25 Teams und eine Jury

In der älteren Gruppe traten 25 Teams an. Die Datensätze reichten laut Veranstaltungsseite von Temperatur über Feinstaub bis zur Begrünung der Stadt. Dazu standen 3D-Drucker, Arduino-Boards und Sensoren bereit. Im Finale nahm eine Jury jede Idee genau unter die Lupe, so beschreibt es Arkadia. Zur Jury gehörten Luisa Schmitt, Umut Tas, Kai Erik Trost und Thomas Bornheim.

Wie breit die Ideen angelegt waren, zeigte L-TV an zwei weiteren Projekten. Die Green Hero App funktioniert ein wenig wie ein Spiel: Wer etwa einen Baum gießt, sammelt Punkte und kann sie in Geschäften einlösen, zum Beispiel für einen Kaffee. Das Projekt HN Reacts will Daten aus der Stadt bündeln, vom Klima bis zum Verkehr, und an die Stadt weitergeben. Bürgerinnen und Bürger können dort zum Beispiel einen durstigen Baum melden. Menschliche Einschätzungen zählen für das Team ebenso wie Messwerte, denn auch Sensordaten können falsch sein, erklärte ein Teammitglied im Beitrag.

Was vom Green City Hackathon in Heilbronn bleibt

Drei Projekte kamen in die Top 3 und stellen ihre Konzepte nun bei der Stadt vor. Danach werden sie sechs Monate lang begleitet und bekommen KI-Guthaben, um ihre Anwendungen weiterzuentwickeln, so berichten es L-TV und die aim. Loh-Bah.png entwickelt einen Routenplaner für Radfahrende, der unter anderem Schlaglöcher, gefährliche Überholmanöver und die Beleuchtung berücksichtigt. Mit TUMuch Coffee wird Stadtplanung zum Klimaspiel: Wer Gebäude verändert oder Bäume pflanzt, sieht, wie sich das auf das Stadtklima auswirkt.

GrünRoute schließlich ist ein Dashboard für die Verwaltung. Es erfasst Probleme wie kaputte Straßenlaternen, Schlaglöcher oder fehlenden Schatten und sortiert sie mithilfe von KI nach Dringlichkeit. Ein Mitglied des Teams erklärt auf LinkedIn, dass dazu auch eine Web-Karte für Radfahrende gehört. Sie zeigt neben der schnellsten Route eine kühlere, sauberere und sicherere Strecke. Grundlage sind nach Angaben des Teams 2.263 Radfahrten mit Sensoren, 61.546 Hitzemessungen aus diesem Sommer und der Baumbestand der Stadt. Nach eigenen Angaben belegte das Team Platz drei.

Die Veranstaltungsseite hatte für die besten drei Teams KI-Guthaben zwischen 150 und 250 Euro angekündigt, außerdem einen eigenen Termin bei Bürgermeister Andreas Ringle im Rathaus und einen Folgekurs zu Sensoren, Hardware und Software. Laut Arkadia sollen die Ideen zudem in die laufende Arbeit der Initiative Green City Heilbronn einfließen. So sollen Umweltdaten langfristig sichtbar und nutzbar werden. Heilbronn ist im kommenden Jahr Grüne Hauptstadt Europas. Den Bezug dazu stellen die Veranstalter selbst her: »Green Capital 2027 starts now«, heißt es auf der Seite. sechs Prozent. Europa gehört im Ernährungssektor zu den führenden Kontinenten. Den Studierenden gab Koch deshalb einen Rat mit. Sie sollten sich vom derzeitigen medialen Bild nicht entmutigen lassen, sondern die Chancen ergreifen.t. Politische Freiheit entstehe dort, wo Menschen bereit seien, unterschiedliche Meinungen auszuhalten, sich einzubringen und Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.

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