Von Redaktion, Foto: mit KI erstellt
Die aim koordiniert ab sofort die Arbeit des Vereins »Journalismus macht Schule« in Baden-Württemberg. Bei »Journalismus macht Schule« besuchen Journalistinnen und Journalisten den Unterricht und erklären, wie Nachrichten entstehen. Ansprechpartnerin bei der aim ist Emily Marković. Am 2. Oktober findet an der aim in Heilbronn ein regionales Netzwerktreffen statt.
Normalerweise berichten Journalistinnen und Journalisten über Schule. In diesem Fall stehen sie selbst im Klassenzimmer. Sie erklären dort, wie ihr eigenes Handwerk funktioniert.
Genau das ist die Idee des bundesweiten gemeinnützigen Vereins »Journalismus macht Schule«, kurz JmS. Dessen Arbeit in Baden-Württemberg koordiniert ab sofort die aim. Ansprechpartnerin ist Emily Marković, die Lehrkräfte und Medienschaffende zusammenbringt.

Warum es das Programm gibt
Kinder und Jugendliche wachsen mit Social Media auf. Dort stoßen sie auf Desinformation, Manipulation und extremistische Inhalte. Genau hier setzt der Verein an.
Bei den Unterrichtsbesuchen geht es um drei Dinge. Erstens darum, wie Nachrichten entstehen. Zweitens darum, wie sich verlässliche von unseriösen Informationen unterscheiden lassen. Und drittens darum, was Pressefreiheit bedeutet.
»Für eine funktionierende Demokratie braucht es unabhängige Medien«, sagte aim-Geschäftsführer Marco Haaf. Diese lebten davon, dass Menschen ihnen vertrauten, sie nutzten und verteidigten. Wer sich eine eigene Meinung bilden und mitentscheiden wolle, sei auf verlässlichen Journalismus angewiesen.
Journalismus macht Schule: Wer mitmachen kann
Teilnehmen können hauptberufliche Journalistinnen und Journalisten mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung. Die Herkunft aus dem Medienhaus spielt dabei keine Rolle.
Angesprochen sind Menschen aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk ebenso wie aus privaten Medienhäusern und Zeitungsverlagen. Auch freischaffende Journalistinnen und Journalisten können mitwirken.
Didaktische Erfahrung ist hilfreich, aber keine Voraussetzung. Der Verein bietet Sprechstunden und Schulungen an. Zudem stellt er Material zur Vorbereitung auf die Unterrichtsbesuche bereit.
Franziska Görner, Programmleitung von JmS, dankte den Beteiligten für ihr Engagement. Mit ihrem Einsatz und ihrer Expertise leisteten sie einen wichtigen Beitrag. Denn sie sensibilisierten junge Menschen für die Bedeutung von unabhängigem Journalismus.
Wie Schulen Besuche anfragen
Auch die andere Seite kann aktiv werden. Schulen und Lehrkräfte können Unterrichtsbesuche anfragen. Möglich sind sowohl digitale als auch Präsenztermine.
Dabei lassen sich Wünsche zum Unterrichtsthema und zu Terminen angeben. Die Vermittlung übernimmt anschließend die Regionalkoordination.
Netzwerktreffen am 2. Oktober in Heilbronn
Interessierte Medienschaffende können sich bei einem regionalen Netzwerktreffen informieren. Es findet am 2. Oktober an der aim in Heilbronn statt.
Angesprochen sind Verantwortliche für Medienkompetenzprojekte in Medienhäusern. Ebenso eingeladen sind freischaffende Journalistinnen und Journalisten.
Auf dem Programm stehen die Vorstellung des Vereins und der Unterstützungsmöglichkeiten. Hinzu kommt ein Crashkurs für die Schulbesuche. Außerdem gibt es Gelegenheit zum Netzwerken.
Anmeldungen nimmt die Regionalkoordination ab sofort per E-Mail entgegen.
Wer hinter dem Verein steht
»Journalismus macht Schule« ist die bundesweite Initiative zur Förderung der Nachrichtenkompetenz an Schulen. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, sich umfassend und ausgewogen über das Zeitgeschehen zu informieren.
Dafür vermittelt der Verein Schulbesuche, bringt die verschiedenen Akteure zusammen und betreibt Lobbyarbeit in Medien und Politik. Seit 2022 ist JmS ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Im Vorstand vertreten sind aktuell Klaus Ott als Vorsitzender, Lie Detectors im zweiten Vorsitz und Florian Nuxoll als Schatzmeister.